01. August 2008

Pünktlichkeit als Wachstumsfaktor - Heilbronner Stimme

Gartenfrisch Jung ist mit Fertigsalaten weiter im Aufwärtstrend

Gartenfrisch Jung ist mit Fertigsalaten weiter im Aufwärtstrend


Es ist die Frische, die entscheidet:
"Wenn der Kunde bis 14 Uhr bestellt, liefern wir bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr", sagt Klaus Jung.
Diese Pünktlichkeit hat sein Unternehmen zu einem der größten der Branche gemacht: Gartenfrisch Jung ist mit führend bei Fertigsalaten in Deutschland.

 

Das Jagsthausener Familienunternehmen zählt etwa 400 Mitarbeiter. Hinzu kommen weitere gut 150 in der zur Gruppe gehörenden Spedition GFT, die 2003 gegründet wurde und seit 2005 bei Möckmühl ansässig ist.
"Passende Speditionen für unsere Bedürfnisse konnten wir nicht finden, also haben wir unsere eigene aufgebaut", erzählt der Geschäftsführer.
Vom Logistikzentrum an der A 81 aus werden die Waren mit 70 Lastwagen auf ganz Deutschland verteilt, wobei es andere Standorte in Köln, Hannover und München gibt, außerdem Partner in Berlin und bei Dresden.
Allerdings fährt GFT nicht nur für Gartenfrisch Jung: "Der Fremdanteil liegt bei etwa 30 Prozent", berichtet Klaus Jung. "Wir streben an, ihn auf 50 Prozent zu erhöhen."

 

Dabei ist der Familienbetrieb in den vergangenen Jahren selbst stark gewachsen: Vor gerade mal 24 Jahren Jahren gegründet, erzielte er im vergangenen Jahr bereits 55 Millionen Umsatz nach knapp 49 Millionen im Jahr davor. "Wir wollen jetzt aber erst einmal konsolidieren", sagt Jung.

 

Inzwischen ist das Jagsthausener Unternehmen, das auf einen landwirtschaftlichen Betrieb aus dem Jahr 1795 zurückgeht, mit seinen Produkten in allen größeren deutschen Handelsketten vertreten - mit Ausnahme der Discounter.
"Wir möchten unsere Geschäftsparnter unterstützen, damit sie sich vom Discout- Sortiment abheben können", begründet Jung die Beschränkung.

 

Neben den Fertigsalaten werden bereits seit einigen Jahren auch Fertig- Obstwaren und ganze Convenience- Packungen angeboten. Partner liefern komplette Fertiggerichte, die von Möckmühl aus weiterverteilt werden.
60 bis 100 Tonnen Rohware werden alleine in Jagsthausen täglich verarbeitet.

 

Landwirtschaft

Für die Edeka-Regionen Südwest und Hessenring betreibt Jung außerdem ein Call- Center in Walldorf, das Bestellungen jedes einzelnen Marktes entgegennimmt und weitergibt.
Diese werden dann im Logistikzentrum stückgenau verpackt und ausgeliefert - innerhalb einer Nacht.
"Das hat sich bewährt", sagt der Geschäftsführer zufrieden.

 

Die Landwirtschaft hat das Unternehmen dabei nicht abgeschafft, im Gegenteil: Nach wie vor bewirtschaftet die Familie 400 Hektar Fläche, auf der neben Salat auch Gemüse und Zuckerrüben angebaut werden.
Den Strukturen des Produtionsbetriebs trägt sie aber auch Rechnung: Der Großteil der Flächen befindet sich zwar in näherer Umgebung, 20 Hektar aber auch auf der Schwäbischen Alb.
"Das ist unsere klimatische Sicherheit", erläutert Jung: Wenn es im Jagsttal zu trocken ist, gedeiht der Salat in der Höhe immer noch.